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Strahlenschutz

Röntgendiagnostik ist unweigerlich mit Strahlenbelastung verbunden. Dass jegliche Art von Strahlung vermieden werden sollte ist unumstritten. Aus diesem Grund ist die Diagnostik durch Röntgenstrahlung durch den Gesetzgeber streng reglementiert. Trotzdem haben viele Patienten Angst durch ein Röntgenbild nicht spürbare oder sichtbare Schäden zu erleiden.

Hier kann Aufklärung helfen. Denn in der Regel überwiegt der medizinische Nutzen einer Röntgendiagnostik das statistische Risiko eines direkten Strahlenschadens um ein Vielfaches. Generell ist es wichtig zu wissen, dass wir permanent einer kosmischen Hintergrundstrahlung ausgesetzt sind. Denn unsere Sonne ist im Grunde ein gigantisches Atomkraftwerk was ohne Schutzhülle Strahlung aussendet. Nur durch die Distanz und unsere Atmosphäre ist die Strahlung auf unserem Planet so gering, dass Leben möglich ist. Die zweite Strahlenquelle ist unser Planet selbst. Überall im Boden und in Materialien, die z.B. aus Gestein hergestellt werden, finden sich strahlende Substanzen, wie z.B. das Radon. So beträgt die natürliche Strahlenbelastung in Süddeutschland bis zu 1,2 mSV. In Kiel beträgt sie hingegen nur 0,6-0,8 mSv pro Jahr (Quelle Wikipedia).

Die konventionelle Röntgendiagnostik in der Zahnmedizin kommt mit sehr geringer Strahlenexposition für den Patienten aus. Sie erreicht für eine herkömmliche 2D Panoramaschichtaufnahme ca. 0,005-0,025 mSV, je nach Gerät und Qualität der Aufnahme.

Obwohl dreidimensionale Diagnostik in vielen medizinischen Fachgebieten schon seit Jahrzehnten Standard ist und die digitale Volumentomografie auch von den zahnmedizinschen Fachgesellschaften für viele Fragestellungen mittlerweile empfohlen wird (Leitlinie DGZMK, ARÖ), wird sie wegen der vermeintlich höheren Strahlenexposition immer noch von Zahnärzten, Kieferorthopäden und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen kontrovers diskutiert.

Dabei konnte bereits wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass die digitale Volumentomografie eine hochauflösende dreidimensionale Bildgebung mit einem Bruchteil der Strahlenbelastung von herkömmlichen Computertomografen ermöglicht. Ludlow und Mitarbeiter haben 2007 in einer aufwendigen Vergleichstudie gezeigt, dass eine dreidimensionale Diagnostik z.B. mit einem i-CAT Volumentomografen und einem Volumen, dass beide Kiefer beinhaltet, einer Strahlenbelastung von 3 konventionellen Panoramaschichtaufnahmen gleich zu setzen ist (DVT 0,069 mSv vs. Pano 0,024 mSv). Eine dentale Computertomografie der Kiefer bedeutet nach Ludlows Angaben für den Patienten hingegen ein Strahlenexposition um ein Vielfaches (0,860 mSV).

>> Dieser I- Cat Volumentomograf wird von uns verwendet. <<

Mit einem Scan werden Ober und Unterkiefer, beide Kiefergelenke und die Kieferhöhlen erfasst. Das Gerät besitzt zusätzlich einen Fast-Scan Modus, der die Strahlenexposition nochmal halbiert (<0,030 mSV). Trotzdem empfehlen wir unseren Patienten in Regel einen Standard-Scan mit einer relativ hohen Auflösung. Hier ist die Strahlenexposition mit ca. 5 konventionellen Panoramaschichtaufnahmen (0,075 mSv) oder einem Flug nach Sydney vergleichbar.

Alle Angaben beziehen sich auf den wissenschaftlichen Stand 2009 und die Herstellerangaben der Geräte. Eine konventionelle Panoramaschichtaufnahme wird nach ICRP 2007 mit 0,024 mSv bewertet